Bierbrau-Workshop an der FH Wels

Im Rahmen einer Exkursion unserer Wahlpflichtfachgruppe Chemie fuhren wir am Donnerstagnachmittag mit dem Zug zur FH Wels, wo wir sofort mit dem praktischen Arbeiten begannen. Während des Einmaischens wurden wir von FH-Prof. Dr.-Ing. Kathrin Mathmann vom Fachbereich Lebensmitteltechnologie über die wesentlichen biochemischen Prozesse beim Bierbrauen aufgeklärt. Dabei wurden auch Grundlagen des Bierbrauens besprochen, insbesondere die verschiedenen Rohstoffe sowie historische Aspekte, wie die Aufhebung des Braurecht im Mittelalter, um das knappe Getreide fürs Brotbacken zu reservieren. Ebenso erfuhren wir, dass Hopfen bevorzugt entlang des 45. Breitengrads gedeiht, weshalb Regionen wie Österreich, Tschechien und Deutschland seit jeher zu den bedeutendsten Anbau- und Braugebieten zählen. Insgesamt brauten wir mit einer Mischung aus drei verschiedenen Malzsorten etwa 100 Liter untergäriges Bier. Als Braugefäße dienten uns große Behälter, wie man sie von Punschständen kennt. Gleichzeitig erhielten wir spannende Einblicke in die modernen Anlagen von Großbrauereien und erfuhren, wie sich industrielle Prozesse von der handwerklichen Herstellung unterscheiden.

Nach dem Einmaischen und dem Läuterungsprozess konnten wir selbst die Hopfengabe bei unserem Bier durchführen. Der Gärprozess mit dem Hefestamm Fermentis SafLager W34/70 findet nun an der FH Wels ohne uns statt – hoffentlich entsteht dort ein sehr gutes Wiener Lager!